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11.03.2010 Andy Eyring: "Ziel in Amathous erreicht"
Zum Abschluss des harten Trainingslagers mit der Nationalmannschaft erreicht der 20-jährige Mountainbiker auf Zypern den 13. Platz und holt damit die ersten Weltranglisten-Punkte der Saison
Am vergangenen Sonntag war es endlich soweit: zum ersten Mal in der Saison 2010 erklang der Startschuss zu einem Mountainbike-Rennen für den Münnerstädter Andy Eyring (20), der seit Januar auf Rädern der Hamburger Bikeschmiede Bergamont unterwegs ist. Nach Monaten der Vorbereitung in seiner fränkischen Heimat und auf diversen Inseln im Atlantik und im Mittelmeer war der Deutsche U23-Meister von 2008 heiß auf den ersten Wettkampf, auch wenn dieser nach dem harten Trainingslager mit der Nationalmannschaft auf Zypern "noch nicht vergleichbar war mit den 'normalen' Rennen im April", wie Eyring nach der Zieleinfahrt unter dem strahlend blauen Himmel der östlichsten Mittelmeerinsel betonte. "Ich freue mich sehr über den 13. Platz, das sind schließlich die ersten Punkte der neuen Saison. Gegen Rennende war aber einfach die Luft raus, da habe ich schon gemerkt, dass ich nach den zwei harten Trainingswochen noch nicht wieder frisch war", so Eyring, der nach einem guten Start in dem hochklassig besetzten Feld lange unter den besten Zehn auf dem 5,6 Kilometer langen Kurs rund um die Ruinen von Amathous, dem antiken Stadtzentrum von Limassol, unterwegs war. Doch die sieben Runden kosteten viel Kraft: "Schon ab der dritten Runde war es richtig hart", resümierte Eyring, der "ab der zweiten Runde sich voll auf mein eigenes Tempo konzentriert" hat. Erst in der letzten Runde habe er sich nochmals richtig motivieren können, als von hinten zwei Konkurrenten versuchten, zu dem deutschen Nachwuchstalent aufzuschließen: "Eigentlich war ich mir gar nicht bewusst, dass ich noch in den Punkterängen unterwegs war, aber ich wollte meine Haut so teuer wie möglich verkaufen", sagte Eyring nach dem Rennen, als er erschöpft im Ziel direkt neben den Säulen von Amathous ankam. "Jetzt ist erst einmal ein wenig Regeneration angesagt", fuhr der Sportsoldat fort: "Ich muss die Belastungen des Trainingslagers verdauen und auch aufpassen, dass ich durch den Temperaturunterschied von 25 Grad zwischen dem frühlingshaften Zypern und dem winterlichen Deutschland nicht krank werde. Denn in den nächsten Wochen will ich mir noch den letzten Schliff für den deutschen Saisonauftakt in Münsingen auf der Schwäbischen Alb Mitte April holen." Bis dahin stehen neben den Trainingseinheiten in heimischen Gefilden auch noch einige Vorbereitungsrennen unter anderem in Italien, Österreich und Dänemark. "Trotzdem will ich noch nicht in den (sommerlichen) Renntrott verfallen: noch steht das Training im Mittelpunkt, um bei den ersten Saisonhöhepunkten in Münsingen und den beiden anschließenden Weltcups im englischen Dalby Forest und dem belgischen Houffalize in guter Form zu sein", gibt sich Eyring nur vorsichtig optimistisch ob der zu erwartenden Ergebnisse. "Begeistert bin ich aber von meinem neuen Bergamont-Bike", freute sich Eyring über sein neues Sportgerät. "Das Handling ist perfekt. Das ist sicher auch mit ein Grund, warum ich im Gegensatz zu vielen anderen keinen Platten auf den mit vielen spitzen Steinen gespickten Strecke hatte." |
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